Was OKR ist – und was eben nicht – Warum das agile Betriebssystem nicht alles, sondern das Wichtige lösen will!

OKR verändert das Mindset

Die Einführung von Objectives and Key Results (OKR) gelingt nur, wenn die Methode passt. Was heißt das konkret? Um dies herauszufinden bedarf es einer ordentlichen Abgrenzung. Was ist OKR genau? Das Wichtigste vorab: OKR verändert das Mindset aller Mitarbeitenden und stellt Unternehmen zukunftssicher auf. So weit, so gut. Aber was ist es nun und was nicht? Der Heilsbringer für alles? Göttliche Züge sind es jedenfalls nicht. Fest steht, dass OKR ein modernes und agiles Zielmanagement-Framework ist. Die Methode stellt die Optimierung und Weiterentwicklung verschiedener über die Zeit entstandener Management-Zielsysteme dar. Mehr dazu können sie im ersten Artikel unserer Serie „Alles OKR – oder was“ nachlesen, in dem wir in die Entstehung von OKR einführen.

Was der Hype nicht ist!

NEIN! OKR ist kein Instrument zur persönlichen Leistungsbeurteilung oder ein Ersatz für MBOs (Management by Objectives) oder gar individuelle Zielvereinbarungen, an deren Erreichung Vergütungen und Bonussysteme gekoppelt sind. Also ist die Methode auch kein weiteres Zielvereinbarungssystem, welches Mitarbeitende mit offerierten Boni und Incentives ködern will. OKR ist ebenso wenig ein Werkzeug für das operative Tagesgeschäft im Sinne von Task- und Projektmanagement als Steuerungsinstrumente. Die Management-Methode ist keineswegs ein Heilmittel schlechter Führungs- und Unternehmenskultur oder gar zur Abwälzung von Führungsverantwortung entwickelt worden. Es stellt kein Mikromanagement-und Controlling-Tool für geplante Handlungen in einem solchen Umfeld dar. Somit besteht die Zielsetzungsmethode folglich auch nicht aus einer übertriebenen Detailorientierung, in der Hierarchiestufen einfach übersprungen werden können. Außerdem beinhaltet die Methode keinerlei Verzicht des Delegierens von Aufgaben.

Das Management-Zielsystem ist nicht einfach nur ein Tool, was gerade einen Hype erfährt und von dem im nächsten Jahr keiner mehr spricht. Im Gegenteil! Die ganze Furore kommt aus den 70ern! Ja richtig gehört!  Warum OKRs heutzutage hip sind können sie im zweiten Artikel unserer Serie nachlesen, in der wir die ganze Erfolgsgeschichte erzählen. 

Was dann?

Aber was verbirgt sich denn dann hinter dem ganzen Trubel, der aktuell in aller Munde ist? OKR ist eine Strategieumsetzungsmethode. Ein wichtiger Outcome der Umsetzung ist die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und eine signifikante Steigerung der Motivation. Der zentrale Punkt der Methode ist die Kaskadierung von „Bottom-Up“ und „Top-Down“. OKR ermöglicht die Kombination aus beiden Ansätzen und verbindet die wesentlichen Inhalte miteinander.

OKR steht für Fokussierung. Maßgebliche Ausrichtung auf wenige wichtige Ziele, statt viele zu haben, welche nie ganz erreicht werden. Es geht um Synchronisation. Man will Zusammenarbeit fördern, Bereichsgrenzen und Silodenken überwinden und somit auch Zielkonflikte vermeiden. Die Methode managt die Komplexität unseres Zeitalters und sorgt dafür, dass Wechselwirkungen und Pfadabhängigkeiten transparent gemacht werden. Wer hätte das gedacht? Eine Methode von damals löst die gegenwärtigen Probleme unserer heutigen Zeit. Ist das nicht großartig?

Zusammenfassend muss man den Nutzen von OKRs nochmal beleuchten. Es geht darum erst die richtigen Prioritäten zu setzen, um diesen dann im nächsten Schritt folgen zu können. Man entwickelt dadurch ein klares Verständnis des Big Pictures und kann so die einzelnen Punkte des laufenden Tagesgeschäfts besser greifen. Klarheit und Verständnis sorgen dafür, dass die Gefahr eliminiert wird, sich krampfhaft in Opportunitäten festzuhalten. Die vollständige Transparenz der formulierten OKRs sorgt insgesamt für eine bessere Kommunikation innerhalb der gesamten Organisation. Einer der wesentlichen Punkte ist die Übersetzung von Vision, Mission und Strategie in kurzfristige Schritte, sodass Mitarbeitenden jederzeit klar ist, worauf letztendlich das oben genannte Big Picture abzielt. Dies gilt ebenso für den Corporate Purpose einer Organisation, wo Mission und Vision weiterhin enthalten sind.

Ein klarer Fokus sorgt für durchschaubare und nachvollziehbare Entscheidungen bei knappen Ressourcen. Es geht bei der Erreichung der gesetzten Ziele vor allem um die Einbindung und Verantwortung der eigenen Mitarbeitenden. Diese beiden Faktoren werden durch OKRs maßgeblich gestärkt!

Als OKR-Experten helfen wir Ihnen, OKR als gewinnbringende Methode in Ihrem Unternehmen einzuführen.

Für weiterführende Informationen und unserem Vorgehensmodell kontaktieren Sie uns bitte über unser Kontaktformular.

Autor: Aaron Wolff, Emmanuel Sauvonnet

Bildquelle: neueBeratung

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