Was? Wie? How? What? – Warum OKR eine klare Vision als Grundlage braucht!

Eine solide Grundlage für OKRs

Objectives and Key Results (OKR) ist ein agiles und adaptives Management-Framework. Es verbindet die Ziele des Unternehmens mit den Zielen der Teams und denen der einzelnen Mitarbeitenden und sorgt dadurch für mehr Transparenz und Fokus. Was OKR leistet und was nicht können Sie im letzten Artikel unserer Serie „Alles OKR – oder was?“ nachlesen. Damit diese Methode ihr Feuer in Organisationen entfachen kann und die Flamme nicht gleich wieder erlischt, bedarf es einer soliden Grundlage. Dieses Fundament findet sich in der Leitbildpyramide wieder.

Bevor man sich dem agilen Framework nähert, muss man zunächst einen Schritt zurückgehen. Die zentralen Betrachtungspunkte sind Vision, Mission, Werte und Strategie einer Organisation. Diese bilden die genannte Grundlage, von der zu Beginn gesprochen wurde. Viele Unternehmen bemerken bei der Einführung von OKRs, dass es an der Basis bröckelt und erkennen, dass diese noch nicht ausgereift ist. Erst wenn Vision und Mission klar und deutlich formuliert sind, gelingt die Einführung von OKRs.

In der Vision stellt sich eine Organisation die Frage, was der Existenzgrund der gesamten Unternehmung ist. „Warum gibt es uns?“ „Was ist unsere Bestimmung?“ Die Vision sollte Inspiration entfachen, sodass daraus Handlungsmöglichkeiten abgeleitet werden können. Mitarbeitende müssen sich dem Sinn und Zweck ihrer eigenen Tätigkeit im Klaren sein. Daraus ergibt sich ein sehr hoher Differenzierungsgrad und auch die Motivation der Mitarbeitenden wird auf diesem Weg wirkungsvoll und nachhaltig gestärkt. Die Vision sollte sich keinesfalls ausschließlich an zu erreichenden Zahlen orientieren. Sie muss eine klare und präzise Aussagekraft haben, sodass alle Beteiligten sie verinnerlichen, um sie im nächsten Schritt umsetzen können. Genau dieser Umsetzung widmet sich die Mission, welche den Weg formuliert der Vision näher zu kommen und festhält, wie man Ziele erreichen will. 

Der „Golden Circle“ von Simon Sinek

Eine unterstützende Hand in diesem Prozess kann der „Golden Circle“ von Simon Sinek reichen, der mit den Fragen „Why?“ (Vision), „How?“ (Mission) und „What?“ (Strategie), versucht Antworten auf die zu lösenden Aufgaben zu geben. Wenn man als Organisation seine Existenzgrundlage, also das „Why?“ noch nicht ausreichend hinterfragt hat, so sind operative Maßnahmen oder Strategien nicht annähernd so wirkungsvoll und erfolgsversprechend, wie nach einer Festlegung. An dieser Stelle hilft es das „Why?“ durch ein „Wofür?“ zu erweitern. Wichtig ist dabei immer von innen nach außen vorzugehen, da das „Why?“, den Kern oder auch den höheren Sinn einer Organisation darstellt.  In gewohnten Denkmustern geht man oft von außen nach innen vor, sodass Vision und Mission eher auf das Tun ausgerichtet sind als auf das große Bild oder zu unscharf formuliert werden.

Erst wenn Vision und Mission in ruhiges und sicheres Fahrwasser gelangt sind, Werte gelebt und die Strategien umgesetzt werden, bildet sich ein Fundament für die Umsetzung von agilen Management-Methoden, wie OKR. Wenn ein Unternehmen durch die verinnerlichte Vision und Mission weiß, welches Problem man am Markt lösen will, entsteht fruchtbarer Boden für agile Voraussetzungen auf denen OKRs aufbauen.

Löst man diese Aspekte vorab nicht präzise genug, kann man mit der Einführung OKRs das Flugzeug zwar starten und abheben lassen, aber man kann weder vorhersagen, wo die Maschine laden wird, noch ob es nicht sogar zu einer Bruch- oder Notladung kommen wird.

Ausblick

Wie geht es im darauffolgenden Schritt weiter? Hat ein Unternehmen durch die klare Formulierung von Vision und Mission agilen Boden geschaffen, so kann das Saatgut von OKR nun zum Einsatz kommen.

Als OKR-Experten helfen wir Ihnen, OKR als gewinnbringende Methode in Ihrem Unternehmen einzuführen.

Für weiterführende Informationen und unserem Vorgehensmodell kontaktieren Sie uns bitte über unser Kontaktformular.

Autor: Aaron Wolff, Emmanuel Sauvonnet
Bildquelle: neueBeratung

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