Der OKR-Zyklus – Warum auch „agile“ die Ziele am besten mit klaren Strukturen erreicht werden!

Im vorherigen Artikel unserer Serie „Alles OKR – oder was?“ haben wir die unabdingbaren Grundlagen für eine erfolgreiche Einführung und Umsetzung von OKR erläutert. Wir haben dabei kein Blatt vor den Mund genommen und ehrlich erläutert, dass OKR nur Sinn macht, wenn man als Organisation eine klare Vision und Mission formuliert hat.

Von der Einführung zur Zielerreichung

Wie geht es im nächsten Schritt weiter? Hat ein Unternehmen durch eine klare Vision und Mission den Boden geschaffen, so kann das Saatgut von OKR nun zum Einsatz kommen.

Auf Basis von Vision und Mission werden Jahresziele entwickelt. Aus diesen wiederum werden die OKRs für den nächsten OKR-Zyklus abgeleitet. Bei der Formulierung der OKRs werden einzelne Teams, Mitarbeitende und das Management gleichermaßen eingebunden (Top-Down & Bottom-Up).

Der Zyklus

Ein ganzer OKR-Zyklus dauert i.d.R. insgesamt 3 Monate. Wichtig vorab ist anzumerken, dass OKR keinen festen Zeitrahmen vorgibt. Auch Termine sind nicht festgeschrieben. Organisationen können selbst festlegen, welcher Zyklus am besten passt. Spotify beispielsweise nutzt einen strategischen OKR-Zyklus, der insgesamt 6 Monate umfasst. Zudem hilft OKR die Ausrichtung und Abstimmung („Alignment“) der Führungskräfte, Teams und Mitarbeitenden sicherzustellen. Diese gemeinsame Ausrichtung ist ein entscheidender Faktor, damit Unternehmen ihren strategischen Zielen nachhaltig und langfristig näherkommen. Der gesamte Fokus von OKR ist zwar kurzfristig ausgerichtet, folgt aber dem Leitbild der ganzen Organisation.

Was ist der nächste Schritt? In wöchentlichen Check-In-Meetings (Weekly) werden Fortschritt, anstehende Aufgaben und angefallene Probleme besprochen und diskutiert. Daraus können eventuelle Maßnahmen abgeleitet werden. In diesen wöchentlichen Check-Ins dreht sich alles um die Zielerreichung. Der Fokus wird dabei stetig auf die gesetzten OKRs und dessen Erreichung gelenkt.

Am Ende eines jeden Zyklus erfolgt eine Erfolgskontrolle in einem sogenannten Review-Meeting. Aufkommende Verbesserungspotenziale, insbesondere in der Zusammenarbeit, werden im Retrospektive-Meeting besprochen. Zur gleichen Zeit beginnt die Planung für den nächsten Zyklus. Der gesamte OKR-Zyklus wird iterativ durchlaufen.

Den zentralen Kern von OKRs bilden kurzfristige Ziele, den Objectives verbunden mit messbaren Wirkungen, den Key Results. Die Objectives orientieren sich an der Unternehmensstrategie und basieren wiederum auf Vision und Mission der gesamten Organisation. Diese beiden zentralen Elemente auf denen OKRs beruhen werden in unserem nächsten Artikel genauer unter die Lupe genommen.

Wichtig für den Erfolg eines OKR-Zyklus und somit für den gesamten Mehrwert der Umsetzung sind klare Verantwortlichkeiten. Gesetzte OKRs sind immer zum Ende eines Quartals fällig. Es gibt innerhalb eines solchen Zyklus keine festen Timings für OKRs. Wichtig ist, dass sie am Ende erreicht werden! Dennoch ist für den Ablauf und das Erreichen der KRs ein solides Projektmanagement, welches Aufgaben und Verantwortlichkeiten festhält, erforderlich. Ein ganzes OKR-Set hat immer nur einen Verantwortlichen. Verantwortlichkeiten in den unteren Ebenen werden durch das Herunterbrechen von OKRs definiert.

OKR auf den Punkt gebracht

  • Das OKR-Framework folgt in vielen Organisationen einem jährlichen Rhythmus, um strategische Ziele zu erreichen
  • Pro Quartal werden taktische OKRs umgesetzt
  • Check-Ins stellen Fortschritt und Nachverfolgung sicher
  • OKR-Zyklen sind nicht starr, sondern an jede Organisation angepasst
  • Der gesamte Zyklus wird iterativ durchlaufen

Als OKR-Experten helfen wir Ihnen, OKR als gewinnbringende Methode in Ihrem Unternehmen einzuführen.

Für weiterführende Informationen und unserem Vorgehensmodell kontaktieren Sie uns bitte über unser Kontaktformular.

Autor: Aaron Wolff, Emmanuel Sauvonnet
Bildquelle: neueBeratung

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