Hybrid ist nicht gleich hybrid – Wie kann Ihr Unternehmen die Post-COVID-Arbeitswelt erfolgreich gestalten?

Auch wenn wir im August 2021 immer noch gespannt auf die Entwicklung der COVID19-Fallzahlen blicken, die Läden öffnen und die Menschen kehren nach und nach wieder zurück in den Alltag – und damit auch zur Arbeit. Doch was verändert sich durch die Rückkehr in ein Leben nach der Pandemie?

Es stellt sich eher die Frage, was sich nicht verändert. Denn in einem sind sich Wirtschaftswissenschaftler einig: die Auswirkungen der Corona-Pandemie wird auch langfristig auf die Art und Weise unseres Arbeitens Einfluss nehmen.

Denn laut der IDC-Fallstudie „Work Transformation in Deutschland 2021“ wollen 80 Prozent der deutschen Unternehmen nicht zur traditionellen Büroarbeit zurück. Insgesamt wollen sogar 36 Prozent ein sogenanntes Hybridmodell übernehmen. Dabei handelt es sich nicht um Fachjargon der Automobilindustrie, sondern um ein flexibles Arbeitsmodell, dass Ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, sowohl von Zuhause aus als auch im Büro zu arbeiten – „hybrid“ eben.

Unterschiedliche Ansätze von „hybrid“ bei den Unternehmen

Beim Bosch-Konzern beispielsweise soll es laut Arbeitsdirektorin Filiz Albrecht mehr hybride Arbeitsmodelle geben: „Im Fokus steht das Ergebnis, nicht die Anwesenheit“.

Aber auch bei der als veraltet verschrienen Automobilbranche weht ein frischer Wind. So können beim Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche die Mitarbeitenden künftig an bis zu zwölf Tagen im Monat mobil arbeiten, wenn sie nicht gerade produktionsbedingt vor Ort arbeiten müssen. Vor der Pandemie waren maximal zwei Homeoffice-Tage erlaubt.

Beim mittelständischen Heizungskonzern Viessmann mit mehr als 12.000 Beschäftigten ist die Rückkehr aus dem Homeoffice ebenso geplant. Das Verhältnis aus Präsenz und Homeoffice wird dann nicht „von oben“ aufgegeben, sondern in den einzelnen Teams geklärt; auf zwei oder drei Tage Homeoffice stellt sich das Unternehmen dabei ein. Eine Mitarbeiter-App garantiere den regelmäßigen Austausch, und abgesehen davon heißt es bei Viessmann: „Von einem Verdrängungswettbewerb in den Büros spüren wir nichts.“

Apple dagegen besteht entgegen diverser Beschwerden auf drei feste Anwesenheitstage (Montag, Dienstag und Donnerstag) für alle Mitarbeitenden im kalifornischen Office in Cupertino.

neueBeratung empfiehlt: Meetings & Teamarbeit entweder physisch oder digital

Es stellt sich also bei zunehmenden Hybridmodellen die Frage, wie mit Mitarbeitenden umgegangen werden soll, die teilweise vor Ort und teilweise online an Meetings teilnehmen. Denn vor Corona fanden Meetings hauptsächlich in Präsenz, während der Pandemie fast komplett remote statt. Dabei sind Meetings in der reinen Form, also nur physisch oder nur digital, natürlich vorzuziehen. Bei einer freien Arbeitsortswahl und der deswegen seltenen Zusammentreffen ganzer Teams würden diese allerdings eher per Zufall stattfinden. Deshalb empfehlen wir ein an Apple angelehntes Modell, bei dem alle Mitglieder eines Teams immer gleichzeitig entweder im Office oder zu Hause arbeiten – und nicht gemischt. Denn bei solchen hybriden Meetings sind die per remote zugeschalteten Teammitglieder immer Teilnehmer 2. Klasse. Sie bekommen die Chemie im Raum nicht mit, den schnellen Austausch von Platznachbarn im Meetingraum oder den berühmten „Watercooler talk“ in der Pause oder auf dem Weg zum Meeting.

Natürlich lässt sich dies aber auch flexibler gestalten als bei Apple, gerade für kleinere Unternehmen. Wichtig ist nur eine klare Regelung, die jedem Teammitglied bekannt ist. Für einen optimalen Lernprozess, den Zusammenhalt im Team und der Effizienz empfehlen wir also, die jeweiligen Meetings einheitlich zu organisieren. So sollte z.B. ein Kickoff-Meeting am besten in Präsenz stattfinden, damit das gesamte Team gemeinsam zusammenfinden und das Projekt planen kann. Im Laufe der Zeit können dann die Meetings remote ablaufen, da hauptsächlich Arbeitsfortschritte und nächste Schritte gemeinsam abzustimmen sind. Gegen  Ende eines Projektes eignen sich dann wieder Präsenzmeetings mit allen Teilnehmenden, um das gemeinsame Ergebnis zu bewerten und die nächsten Schritte zu planen.

Dabei ist es wichtig in beiden Meetingformen mit digitalen Tools zu arbeiten, um die erarbeiteten Ideen und Arbeitsergebnisse auch später im Home Office nutzen zu können. Wir bieten Ihnen die professioneller Begleitung Ihrer Online-Workshops und Projekte mit Tools wie Miro oder Mural an:

  • Konzeption des Workshops mit State-of-the-art Methoden
  • Aufbau des Online-Workshop-Boards
  • Professionelle Moderation des Workshops bzw. Begleitung ganzer remote Projekte

Wir helfen auch gerne, die für Ihre Fragestellungen passenden Tools und Formate auszuwählen. Näheres finden Sie auf unserer Internetseite: https://www.neueberatung.de/remote-teams/

Autor: Markus Blatt

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