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Douglas plant zweigleisig – Parfümeriekette investiert in Läden und Onlinegeschäft

Nach der Übernahme durch einen Finanzinvestor soll die Parfümeriekette Douglas stark wachsen. Rund 500 Millionen Euro werden in den nächsten fünf bis sieben Jahren in Geschäfte und den Verkauf über das Internet investiert.

Parfümeriekette investiert 500 Millionen Euro in Läden und Onlinegeschäft

Es ist keine ganz neue Entwicklung, dass viele Einzelhändler mit immer größerer Konkurrenz aus dem Internet zu kämpfen haben. Online einzukaufen ist für Nutzer bequem, schließlich können sie dabei ganz leicht den günstigsten Preis für ein Produkt finden, während sie nicht auf Ladenöffnungszeiten achten oder selbst in ein Geschäft fahren müssen.

Das veränderte Käuferverhalten stellt viele große Namen vor die Herausforderung, eine Neuausrichtung von Geschäftsmodellen planen und neue Wege beim Verkauf gehen zu müssen. Ein gutes Beispiel dafür bietet die Parfümeriekette Douglas, die aktuell mit mehr als 14.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro pro Jahr erzielt.

Übernahme durch Finanzinvestor

Bis zum Herbst 2012 war die Douglas Holding AG, zu der auch andere Einzelhändler wie die Thalia-Buchhandlungen oder die Christ-Juweliere gehören, an der Börse notiert. Im Oktober begannen die Douglas-Gründerfamilie Kreke und der Finanzinvestor Advent mit dem Kauf der Aktien, die mittlerweile nicht mehr im freien Handel verfügbar sind.

Vor allem Advent will mit dem Engagement mittelfristig Gewinn erzielen und das Unternehmen zurück an die Börse bringen. Dazu sind jedoch zunächst Investitionen erforderlich, die im Juni bekanntgegeben wurden. Innerhalb von fünf bis sieben Jahren sollen rund 500 Millionen Euro allein in die Parfümeriesparte der Holding fließen. Mit diesem Geld will Douglas die Marktführerschaft in Europa weiter ausbauen.

Zweigleisige Strategie

Bei der Neuausrichtung von Geschäftsmodellen versucht Douglas sich dabei an einer zweigleisigen Strategie. Zum einen sollen Franchisekonzepte ausgebaut und das Filialnetz auch in neuen Ländern vergrößert werden, gleichzeitig will Douglas sich im Internet ebenfalls als führender Anbieter etablieren. „Wir wollen das Parfümeriekonzept neu definieren, um damit neue Kunden in unsere Läden zu bekommen“, fasst Vorstandschef Manfred Kronader das Vorhaben zusammen.

Insgesamt versucht Douglas den Spagat zwischen traditionellem Einzelhandel und Onlinegeschäft, bei dem Kunden am Laptop oder mit dem Smartphone durch das Angebot stöbern. Dabei befindet sich das Unternehmen in einer guten Lage – schließlich haben sich die Geschäfte etabliert und sind nicht nur in Deutschland kaum wegzudenken.

Ob sich die Loyalität der Kunden auch auf das Internet übertragen lässt, wird sich jedoch erst in den kommenden Jahren zeigen. Besonders wichtig dürfte in diesem Zusammenhang sein, ob die Preisstrategie aus den Geschäften in den Onlinebereich passt.

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Autor: Dirk Siebels

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